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proGusto 01-2017

Zeit mit Freunden und der Familie verbringen, sich auf die schönen, kleinen Dinge des Lebens konzentrieren und sich über diese freuen, mit allen Sinnen genießen und entspannen – das ist der neue Hygge-Trend, den Trendforscher derzeit ausmachen. Im Gegensatz zum„Cocooning“-Trend in den 1990er Jahren setzt Hygge nicht auf Individualismus, sondern auf ein „Wir-Gefühl“, auf Kommunikation, Komfort, Gebundensein und Geborgenheit. Es geht um ein aktives Gestalten des unmittelbaren Lebensumfeldes – und zwar so, dass man sich darin durch und durch wohlfühlt. ALLES KANN, NICHTS MUSS Hygge ist ein Antimodell zur flüchtigen urbanen Lebensweise. Doch geht es nicht um eine Art neue Spießigkeit, sondern um den gestalterischen Umgang mit Dingen, Menschen und Situationen. Aber woher kommt dieser neue Trend mit dem seltsam klingenden Namen, der übrigens „Hügga“ ausgesprochen wird? Und was bedeutet er genau? Hygge kommt aus Dänemark und bezeichnet ein Gefühl von Zufriedenheit, Wärme und Geborgenheit, ein Gefühl des Glücks. Hervorgerufen werden kann das durch ganz viele verschiedene Dinge: ein leckeres Essen im Kreise der Liebsten, ein Sonntag im Bett, eine Auszeit in der Sauna, eine Jogging-Runde im Park, eine große Tafel Schokolade, ein gutes Buch, ein außergewöhnlicher Wein, ein langes Gespräch, eine intensive Umarmung, eine Party mit Freunden, eine große Pizza… Und das Beste: Vorgaben gibt es keine. Alles kann, nichts muss! Denn Hygge ist – vereinfacht gesagt – einfach nur das, was einem gut tut. 31


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