Markilux

Kräftiger Umsatzzuwachs im Corona-Jahr

Das Corona-Virus hat die Welt 2020 zwar auf den Kopf gestellt, doch Markilux konnte es durch viel Engagement der Mitarbeiter sowie eine gute Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten auch wirtschaftlich erfolgreich gestalten. Der Umsatz stieg auf rund 122 Mio. Euro (plus 25 Mio. Euro im Vergleich zu 2019).  

„Einkauf und Disposition waren zunächst enorm gefordert, den Warenfluss bei unterbrochenen Lieferketten zu sichern. Innerhalb einer Woche mussten wir im Frühjahr 2020 außerdem die komplette Produktion auf den getrennten Dreischicht-Betrieb mit räumlicher Distanz der MitarbeiterInnen umstellen“, beschreibt Michael Gerling, Geschäftsführer für Technik und Produktion, die Auswirkungen der Pandemie auf das Markisenwerk in Emsdetten. Die Arbeitsprozesse im laufenden Saisongeschäft so radikal anpassen zu müssen, sei enorm aufwändig gewesen. Die Belegschaft habe jedoch flexibel reagiert. Auch dass viele Prozesse in Produktion und Logistik mittlerweile digitalisiert und automatisiert seien, habe sich als hilfreich erwiesen.

„Durch den harten Lockdown im Ausland gab es zu Beginn des Jahres einen starken Auftragseinbruch. Selbst in Deutschland war das Kaufverhalten der Endkunden anfangs zurückhaltend“, erinnert sich Klaus Wuchner, Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing. Es habe sich aber bald gezeigt, dass über „Social Distancing“ und mobile Kommunikationstechnik die Montage von Markisen weiter möglich war. „Unser Fachpartnernetz ist und war daher einer der Erfolgsfaktoren in der Krise“, betont Wuchner. Die Kommunikation habe in den Hauptkrisenmonaten vorwiegend per Videokonferenz und Videopräsentation oder telefonisch stattgefunden. Ab Mai seien die Verkaufszahlen dann rasant gestiegen.

„Wir mussten über 300 externe Arbeitskräfte einstellen, um die stark schwankende Auslastung der Produktion und den enormen Zuwachs an Aufträgen abzufangen. Das war ein logistischer Kraftakt“, sagt Heike Reinermann, Personalleiterin bei Markilux. Während des Lockdowns war laut Christiane Berning, Leiterin der Abteilung Marketing und Business Development, der digitale und telefonische Kontakt zu den Endkunden auf einem Höchststand. „Unser Schauraumpersonal hat die Kontakte während dieser Zeit an unsere Fachhändler weitergeleitet. Das war ein wichtiges Standbein für uns. Erst ab den Sommermonaten konnten wir wieder zu einer Beratung auf Distanz in den Schauräumen übergehen“, erklärt sie.

Die Pandemie wirkte sich besonders auf das Auslandsgeschäft aus. Die stärksten Einbrüche verzeichnete der Markisenspezialist bedingt durch  den Lockdown in der Gastronomie im Segment Großflächenbeschattung. Doch die Verkaufszahlen stabilisierten sich, da das Outdoorgeschäft für gastronomische Betriebe noch nie so wichtig war wie derzeit.

Dass sich die Auftragslage so schnell erholen konnte, führt Christiane Berning auch auf eine zeitnahe „Social Distancing-Kampagne“ zurück. „Unsere Kundenbeziehungen, Marketing- und Werbekampagnen sind dabei noch digitaler geworden“, betont sie. Wichtige begleitende Tools hierfür seien der neue Produktkonfigurator oder der Markisentuchfinder auf der Website und die Augmented Reality App. Sie ermöglichen dem Endkunden online ein schnelles und intuitives Konfigurieren seiner Wunschmarkise. Das erleichtere dem Fachhandel das Bearbeiten der Aufträge.

Der positive Trend bei Investitionen in Haus und Garten soll auch 2021 genutzt werden: „Wir werden dem Endkunden dieses Jahr erneut attraktive Produkte und Produkterweiterungen anbieten, um das Interesse für ein schön gestaltetes Leben im eigenen Heim zu bedienen. Auf der ‚R+T digital‘ werden wir die Neuheiten vorstellen“, sagt Klaus Wuchner. Zudem möchte das Unternehmen gemäß Michael Gerling den Ausbau digitaler und automatisierter Prozesse noch mehr forcieren. Die Investitionen der vergangenen Jahre hätten sich als richtig erwiesen, sodass Markilux zuversichtlich in das Jahr 2021 blickt, auch wenn die wirtschaftliche Lage aufgrund der Corona-Pandemie nach wie vor schwierig einzuschätzen ist.

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