Sked-Erfinder in „Die Höhle der Löwen“

Pitch gewonnen mit „scharfer Idee“

Viele kennen Horst Paetzel noch als Vorstand vom Garant-Verband, für den sich der heute 71-Jährige immerhin 21 Jahre lang engagiert hat. Nach seinem TV-Auftritt gestern bei der Sendung „Die Höhle der Löwen“, in der um Investoren für gute Geschäftsideen geworben wird, dürfte die Bekanntheit nun immens gewachsen sein. Unter meist jüngeren Start-ups konnten Paetzel und Kompagnon Jürgen Dangel immerhin den Pitch für ihre messerscharfe „sked“-Erfindung gewinnen. Mit 100.000 Euro als Finanzspritze ist jetzt wohl gewährleistet, dass der Messerblock mit integrierter Schärf-Automatik in Produktion gehen kann. Oder konnte, denn die Sendung wurde bereits im letzten Frühjahr (2020) aufgezeichnet.

Die Abkürzung „sked“ steht für „sharp knife every day”, wobei Sensoren erkennen, wenn das dazu gehörige Messer in den elektrifizierten Block eingeschoben wird und dann automatisch den Schärfmechanismus in Gang setzen. Ganz ohne Metall-Abrieb und flüsterleise nur mit einem leichten „Ssss“, wie gestern vorgeführt wurde. Das Prinzip, bei dem sich Keramik-Polygonen gleichmäßig entlang der Messerklinge bewegen, hat zumindest den „Handelslöwen“ Ralf Dümmel aus dem Investorenkreis so überzeugt, dass er 100.000 Euro gegen eine 30-Prozent-Beteiligung zusagte. Einziger Kompromiss: Die ursprüngliche Preisvorstellung von 169 Euro VK muss nach unten korrigiert werden, weil sie dem Investor als schwer zu vermarkten erschien. Schon zuvor konnte übrigens das Gerät, das aussieht wie ein normaler Messeblock und in den Farben Schwarz, Weiß oder Rot zu haben ist, die Verbraucher im Rahmen der Auszeichnung für den Award „Kitcheninnovation of the Year 2019“ der Initiative LifeCare überzeugen. Dazu hatte der Auftritt vor den „Löwen“ nun einen weiteren Werbeeffekt. Wobei Horst Paetzel nebenbei auch seine Vita in der Küchenbranche ins Spiel brachte, mit dem Hinweis: „Ich komme aus Löhne - Weltstadt der Küchen“.

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