Otto

Starkes Umsatzwachstum auf 4,5 Mrd. Euro

Das elfte Jahr in Folge konnte die Einzelgesellschaft Otto ein gutes Umsatzplus verzeichnen. Wie Marc Opelt, Vorsitzender des Bereichsvorstands Otto, heute im Rahmen der virtuellen Jahrespressekonferenz erläuterte, war das Wachstum im Geschäftsjahr 2020/21 mit 30 Prozent sogar besonders stark. Der Umsatz kletterte von 3,5 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum auf 4,5 Mrd. Euro. Gleichzeitig verzeichnete das Unternehmen einen neuen Kund:innen-Rekord. Ihre Anzahl stieg von sieben auf zehn Mio. - darunter sind auch viele junge Neukund:innen im Alter von 20-30 Jahren. Der Traffic im Shop ging um 40 Prozent nach oben, während die Retourenquote sank.

Besonders stark nachgefragt waren u.a. Produkte aus dem Inetrior-Segment. "Wir haben unsere Marktführerschaft im Home- & Living-Bereich ausgebaut", betonte Opelt. "Wir waren unter anderem mit Lösungen für das Homeoffice da, als diese gebraucht wurden." Aber auch Heimtextilien wie Bettwäsche oder Wohnaccessoires wurden nachgefragt. Dafür hat Otto mit "LeGer Home" eine neue Kollektion in Zusammenarbeit mit Lena Gerke gelauncht, die mehr als 100 Artikel umfasst. Insgesamt konnte der Home- & Living-Bereich sogar um knapp 40 Prozent zulegen.

Und auch der Umsatz DIY-Artikeln aus dem Baumarkt-Segment lag phasenweise deutlich über 30 Prozent. Dabei hat Otto sein Joint-Venture mit Baumarkt Direkt aufgelöst. Seit Anfang des Jahres läuft der Bereich unter eigener Regie. Um die Kund:innen auch mit großen Artikeln schnell beliefern zu können, unterhält das Unternehmen im Hamburger Hafen dafür eine 30.000 qm umfassende Lagerfläche.

Ebenfalls alles aus einer Hand wird Otto künftig im Bereich des Zahlungs- und Rechnungswesens vornehmen. Dafür wird eine eigene Paymentgesellschaft gegründet und betrieben, die nach Zustimmung der Bafin mit 150 Mitarbeitern im zweiten Quartal 2022 live gehen soll.

Ottos Strategie, eine starke Plattform zu werden ist ebenfalls aufgegangen. "Wir wollten im vergangenen Jahr über 1.000 Plattform-Partner gewinnen. Das ist uns gelungen", freute sich Opelt.

Vollgas geben will Otto künftig weiter bei der Einstellung neuer Mitarbeiter und im Bereich Nachhaltigkeit. Um beim Versand noch umweltfreundlicher zu werden, ist das Unternehmen eine Kooperation mit dem Hamburger Start-up Wildplastic eingegangen, die aus herumliegenden Plastikmüll aus aller Welt Granulat für neue Produkte herstellt. Dieses soll für Versandtaschen verwendet werden. Bis 2022 will Otto 80 Prozent seiner Versandtaschen aus diesem Material produzieren lassen.

 

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